Das Buch

Eine der faszinierendsten Frauenfiguren, die die Geschichte uns bislang vorenthalten hat…

coverAus der Verlagsankündigung (Ulrike Helmer Verlag, Juli 2016): Sie war Hillary Clintons Vorläuferin, ihr Vorbild aber war sie wohl kaum: Victoria Woodhull, die schon rund 150 Jahre früher Amerikas Präsidentin werden wollte, dachte und lebte höchst unkonventionell. Sie stammte nicht aus dem Establishment, sondern aus der Gosse. Von einer Prostituierten und Wunderheilerin brachte sie es zur ersten Wall Street-Brokerin, gründete eine eigene Zeitung, eine sozialistische Partei. Woodhull kandidierte 1872 – fünfzig Jahre vor Einführung des offiziellen Frauenwahlrechts: Sie fand, Frauen sollten ihrem freien Willen folgen, statt erst lange zu bitten… Ihre unglaubliche Biografie wird von Antje Schrupp mitreißend erzählt.

Das Buch ist eine überarbeitete und kürzere Version dieser älteren Biografie, die ich damals als „Spin-Off“ meiner Dissertation über Frauen in der Ersten Internationale geschrieben hatte (und das viel politische Ideengeschichte und Theorie enthält, die für breiteres Publikum nicht so mitreißend ist🙂

Victoria

Aus der Verlagsankündigung (Ulrike Helmer Verlag, 2002): Was Victoria Woodhull (1838-1927) zu sagen hatte und wie sie es sagte, war spektakulär. die Frau mit dem scharfen Verstand und der magischen Ausstrahlung, die keinen Skandal scheute und selbst im New Yorker Rotlichtmilieu eine schillernde Figur abgab, vereinbarte mehr als einen Gegensatz in sich: Aufgewachsen in bitterster Armut, wurde sie über Nacht durch Börsenspekulationen reich. Sie war Intellektuelle und Spiritistin, Frauenrechtlerin und Prostituierte, die erste Brokerin an der Wall Street udn eine unorthodoxe Sozialistin. 1872 kandidierte sie als erste Frau für das Amt des amerikanischen Präsidenten – knapp fünfzig Jahre vor Einführung des Frauenwahlrechts! Die Woodhull sprach unbekümmert über Sexualität, propagierte freie Liebe, schrieb in ihrer eigenen Wochenzeitung über Börsenkurse und Verhütungsmethoden. Was war von solch einer Frau zu halten? Nichts, entschied Harriet Beecher-Stowe, die Autorin von „Onkel Toms Hütte“. Der tugendhafte Beecher-Clan zählte zu Woodhulls Erzfeinden. Doch auch den amerikanischen Frauen- und Reformbewegungen erschien sie bald ebenso visionär wie untragbar: Der Name Victoria Woodhull verschand aus den Annalen…

Jetzt neu aufgelegt und auch als E-Book!

Aus der ersten Auflage (Ulrike-Helmer-Verlag, Königstein 2002) ist das Buch nur noch antiquarisch erhältlich, aber seit Mai 2014 gibt es das Buch für 8,66  Euro auch als E-Book im Verlag „Buch und Netz“ und seit August 2015 dort auch wieder als gedrucktes Taschenbuch für 29,49 Euro (erhältlich ebenfalls über den Buchhandel).

Einleitung

Von Homer in Ohio nach New York City
1838-1868: Victorias Kindheit und Jugend, ihre Ehe mit Canning Woodhull, ihre Bekanntschaft mit James Blood und ihr Entschluss, die Welt zu verändern.

„Macht es wie ich, befragt die Geister“
1868–1870: Victorias Ankunft in New York, ihre Kontakte zum Rotlichtmilieu, ihre erste Begegnung mit den Frauenrechtlerinnen, die Bekanntschaft mit Cornelius Vanderbilt und die Gründung der Brokerfirma Woodhull, Claflin und Co.

„Ja, ich bin eine Anhängerin der freien Liebe“
1871: Der Streit um Victorias „Respektabilität“, die Auseinandersetzung mit der Familie Beecher, Victorias Liebesbeziehung zu Theodore Tilton, ihre Kontakte zur Arbeiterbewegung und die berühmte Rede über freie Liebe.

Rezensionen

Veröffentlicht on Juli 28, 2009 at 9:40 am  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. […] ist kürzer und knackiger als die alte Version, die ja ein Ausfluss aus meiner Doktorarbeit war und entsprechend auch ein bisschen gelehrt. Die […]

  2. […] Egal: Ich will gar nicht das Leben von Woodhull nacherzählen, das Buch macht das selber gut. Es ist wirklich sehr flüssig geschrieben, bedarf keiner Übertreibungen oder gar dem Versuch – der halt andere Biographien prägt – sich „in die Person einzufühlen“, d.h. ihr irgendwelche Gedanken anzuinterpretieren. Die Autorin bleibt bei den Fakten, die an sich spannend genug sind; nur in der Einleitung und im Nachwort trifft sie persönliche Einschätzungen. Auffällig ist, dass das Buch ohne Anmerkungsapparat oder Literaturverzeichnis auskommt. Das ist mit Sicherheit der Form des Buches, als Einwurf in den Buchmarkt für eine kurzen Periode, zu verdanken. (Die Autorin schreibt auf ihrer Homepage zu beiden ihrer Biographien, dass die jetzige Publikationen eine gekürzte Fassung des ersten Buches ist, welche wiederum ihre Dissertation darstellte, in der sich wohl diese Nachweise finden, https://vicwoodhull.wordpress.com/das-aufsehen-erregende-leben-der-victoria-woodhull/) […]


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